Ranakkor
Allgemein:
Als Ranakkor, oder Kor, bezeichnet sich die Spezies, welche auf den Planeten Kura und Krondor im Kora-System beheimatet ist. Auf ihren zwei Heimatwelten sowie weiteren Kolonien außerhalb des eigenen Sternensystems haben sie eine Population von etwa 14 Milliarden Kor. Ihr Ursprungsort ist der Wüstenmond Krondor und in ihrem interstellaren Umfeld sind sie als ein raues Kriegervolk bekannt. Die Ranakkor haben einen gefürchteten und respektierten Ruf. Kaum jemand wagt es, sich freiwillig mit ihnen anzulegen, da sie Experten im Kriegshandwerk sind. Ihre starke Anatomie und die Entschlossenheit, um jeden Preis zu siegen, machen sie zu ausgesprochen bedrohlichen Feinden. Ihre Kriegermentalität beruht allein auf der Geschichte der Ranakkor. Über 1000 Jahre wurden sie von der Spezies der Karlakk vom Planeten Kura versklavt und ausgebeutet. Dies mündete letztendlich in einen 100 Jahre andauernden Krieg, der die Karlakk endgültig vernichtete.
Als Jäger und bezahlte Kämpfer werden die Kor von anderen Spezies angeheuert um in fremden Kriegen zu kämpfen. Dabei befinden sich viele Stämme und Clans dieses Volkes selbst in regelmäßigen Kriegen. Die von den Karlakk und den Utopiern erbeutete Technologie verhalf den Ranakkor letztendlich auch zur Raumfahrt, womit sie sich auch auf dem Planeten Kura im selben Sternensystem niederlassen konnten.
Aussehen:
Die Haut der Kor ist entweder rot oder leicht orange. Häufig sind sie am ganzen Körper mit Tattoos bemalt. Auf ihrem Kopf tragen sie vier Hörner. Zwei große, die gerade nach oben zeigen und zwei kleinere, welche wie Koteletten von den Ohren bis zum Kinn reichen. Ihr Körperbau ist muskulös und ihre Größe überragt ohne die Hörner beinahe zwei Meter. Das Gesicht ist beinahe humanoid aufgebaut, jedoch haben die Kor flache Nasen, spitze Zähne und dickes Haar.
Kultur:
Das Volk der Ranakkor ist rau, erbarmungslos und gewalttätig. Trotz allem haben sie einen Ehrenkodex und folgen den Prinzipien wahrer Krieger. Die Versklavung der Karlakk machte aus den Kor ein gefürchtetes Kriegsvolk. Nach dem Sieg über ihre Unterdrücker gliederte sich die kriegerische Mentalität fest in die Gesellschaft ein. Man kann sie gut vergleichen mit den Wikingern oder Spartanern der alten Erdgeschichte.
Die rauen Bedingungen in den Wüsten von Krondor machten die Kor zu zähen Überlebenskünstlern. Der ständige Kampf gegen riesige Raubtiere machte sie zudem auch zu talentierten Jägern. Die Fähigkeiten, die sich die Ranakkor im Laufe ihrer Geschichte aneigneten lassen sich ebenfalls in den dichten Dschungeln des Planeten Kura anwenden. Immer auf der Suche nach größerer Beute, beziehungsweise größeren Wild, treibt es die Kor durch verschiedenste Sternensysteme, um sich dort den gefährlichsten Kreaturen zu stellen und sie zu jagen.
In der Kultur der Ranakkor ist es ehrenvoll als Krieger zu leben und mit einer Waffe in den Händen zu sterben. Sie weigern sich oft unbewaffnete Feinde zu töten und bemühen sich stets einen ausgeglichenen und aufrichtigen Kampf zu führen. Das raue Volk wird aufgeteilt in hunderte bis tausende Clans, welche alle einen gemeinsamen König haben. Die genaue Anzahl der Clans ist unbekannt, da jederzeit ein neuer Clan ausgerufen oder vernichtet werden könnte. Erkämpft sich ein Kor den Rang des Königs durch siegreiche Schlachten, Kämpfe oder besondere Jagd, so verliert er seinen Namen und übernimmt allein den Titel des Königs. In der Geschichte der Ranakkor gab es schon häufiger mehrere Könige parallel, was unter anderen zu dem „Krieg der Könige“ geführt hat. Nur einer dieser Könige konnte all seine Feinde besiegen und erlangte dadurch unbestrittenen Ruhm und Macht. Es ist derselbe König, der auch den Erstkontakt zu den Menschen führte.
Anhand von Narben, Tattoos, aber vor allem an der Größe der Kopfhörner eines Ranakkor ist sein Status und seine Stärke erkennbar. Abgebrochene, entfernte oder verlorene Hörner gelten für die Kor als Schande und als Verlust der Ehre.
Als die ersten Ranakkor die Ruinen der Utopier entdeckten, wurden diese Orte zu ihren Heiligtümern. Nur die Schamanen, die Ältesten und die Weisen eines Clans hatten Zugang zu den alten Gewölben und Tempelstädten aus Metall. Nach dem Krieg gegen die Karlakk, übernahmen sie deren Technologie und entwickelten sich rasant. Ihre traditionellen Wurzeln zu den Ruinen der Ahnen blieben jedoch bestehen.
Karlakk
Allgemein:
Die von dem tropischen Planeten Kura kommenden Karlakk gelten als eine ausgestorbene Spezies. Durch den Fund von Utopier-Technologie erreichten sie im Jahr 500 v.Ch. der Erdzeitrechnung die Fähigkeit, interplanetare Reisen anzutreten. Mit Hilfe von Raumsonden entdeckten sie zuvor die Ranakkor auf Krondor, welche zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal das Industriezeitalter erreicht hatten. Aufgrund der gravierenden Unterschiede zwischen den beiden Spezies, sahen die Ranakkor die Karlakk anfangs als Götter. Die Hingabe und Vergötterung der primitiven Spezies wurde allerdings nach einigen Jahren rücksichtslos ausgenutzt. Die Karlakk brachten den Kor ihre Sprache bei und zeigten ihnen, wie man mit ihrer Technologie umgeht. Allerdings missbrauchten sie ihre Arbeitskraft um ihre Städte und Gebäude zu errichten, sowie Alltagsaufgaben zu erfüllen.
Über 1000 Jahre lang wurden die Ranakkor versklavt, verkauft und für die niedersten Arbeiten verwendet. Die Karlakk betrachteten sie als Nutztiere, was ihnen später zum Verhängnis wurde. Um das Jahr 1500 des Erdzeitalters begann der 100 jährige Befreiungskrieg. Die starke Anatomie und der unbändige Hass auf die Karlakk machte der gesamten Spezies ein rasches Ende. Die Ruinen ihrer einstigen Zivilisation finden sich noch heute in den Wüsten Krondors oder den Urwäldern von Kura.
Aussehen:
Die Karlakk hatten eine grünliche Haut, welche glatt oder schuppig sein konnte. Ihre Köpfe waren relativ hoch und ihr gesamter Körper im Durchschnitt zwei Meter groß. Sie hatten ein humanoides, reptilisch-amphibisches Erscheinungsbild, welches sich nur noch an alten Wandgemälden oder Statuen herleiten lässt.
Kultur:
Die Karlakk entwickelten sich in den tropischen Urwäldern von dem Planeten Kura. Anfangs waren sie ein Naturverbundenes Volk, bis sie die alten Ruinen der Utopier entdeckten, was wiederum einen großen technischen Fortschritt zur Folge hatte. Als hätte diese Spezies das Mittelalter übersprungen von der Antike bis in die Industrielle Revolution. Das Volk der Karlakk verlor ihren Bezug zur Natur und widmete sich voll und ganz der Erforschung der alten Technologien. Alte Stämme die die alte Lebensweise bevorzugten wurden häufig ausgegrenzt oder gar durch Kriege ausgerottet. Mit dem Anbruch des Raumfahrtzeitalters entdeckte diese Spezies auch, dass sie in ihrem Sternensystem nicht allein ist. Angetrieben durch ihre Neugier kam es irgendwann zu einem frühen Erstkontakt mit den noch relativ primitiven Ranakkor. Dadurch, dass man sie anfangs als Götter behandelte, fachte dies die Entwicklung einer narzisstischen Selbstwahrnehmung an. Geblendet von Arroganz und gedeckt durch ihren großen technologischen Fortschritt fühlten sich die Karlakk mächtig und überlegen. Sie entwickelten somit Verhaltensweisen, welche ihnen Jahrtausende später zum Verhängnis wurden und sie vollständig auslöschte.